Ihr Postfach ist voll!! Oder?

Ihr Postfach ist voll!! Oder?

Dass Cyberkriminelle recht kreativ sind, sollte sich herumgesprochen haben. Gut aufgemachte Nachrichten sollen Sie als Empfänger dazu verleiten, auf einen bösartigen Link zu klicken, Kennworte auszuplaudern oder den Anhang einer Nachricht zu öffnen.

Und dies betrifft nicht nur Ihre E-Mail Kommunikation sondern auch Angebote wie Twitter, Skype oder WhatsApp. Letztlich könnte es auch ein Anruf sein.

Aufmachung

In der Regel werden diese Nachrichten so verfasst, dass Sie Ihnen etwas Gutes versprechen oder ein Unheil androhen. Da werden Ihnen dann Lottogewinne, Erbschaften oder die Verbreitung vermeintlicher Nacktaufnahmen Ihrer Person als "Goodies" angeboten.

In einem aktuellen Fall wird Ihnen vorgegaukelt, dass Ihr Postfach überfüllt ist. Über die Auswahl eines Links "Get additional space" können Sie mehr Speicher anfordern. Dass Sie hier keinen zusätzlichen Speicher, sondern unerwünschte Dinge wie Malware oder andere Plagegeister ins Haus geliefert bekommen, sollte klar sein.

Da das Internet die Beschaffung von persönlichen Informationen über andere Menschen erleichtert und Datenlecks die erbeuteten Angaben zu beträchtlichen Datensammlungen anwachsen lassen, kann für die Zukunft mit einer Zunahme bösartiger, personalisierter Nachrichten gerechnet werden.

Erkennung

Damit Sie solche Nachrichten besser erkennen können, hilft zunächst einmal gesunder Menschenverstand und eine Portion Misstrauen.

Darüberhinaus können die nachfolengenden Punkte einen Anhalt geben:

  • Allgemeine Anrede wie zum Beispiel "Sehr geehrter Interessent"
  • Aufforderung zur Weitergabe sensibler Daten wie Kreditkartennummern, Zugangskennungen oder andere wichtige Informationen
  • Anrufe oder Nachrichten, welche auf Angst oder Dringlichkeit bauen
  • Sonderbarer Tonfall oder Wortwahl einer Nachricht von einer Ihnen bekannten Person
  • Schlechte Grammatik oder Rechtschreibung
  • Absender- oder Antwortadressen verweisen auf zweifelhafte Adressen
  • Zahlungsaufforderungen sollen über unübliche Zahlwege (Bitcoin, Geschenkkarten etc.) erfolgen

Um letzten Unsicherheiten aus dem Weg zu gehen, rufen Sie den Absender unter einer Ihnen bekannten Nummer - nicht die aus der Nachricht - an.

Alternativ kontaktieren Sie eine Person mit entsprechenden Kenntnissen und entsprechender Verantwortlichkeit. Dies kann Ihr Ansprechpartner aus der IT, Ihr Vorgesetzer oder Sicherheitsverantwortlicher sein.